Unser erstes Event der Saison führte uns vom 19. bis 24. Juli zum Autodrom Most in Tschechien. Trotz großer Motivation traten bei den technischen Abnahmen Probleme auf, die wir vor Ort nicht vollständig beheben konnten. Die weitere Arbeit daran verleg-ten wir in unsere Werkstatt nach Coburg. Die mechanischen Probleme konnten wir in den darauffolgenden Tagen lösen.
Neben den technischen Abnahmen nahmen wir an den drei statischen Disziplinen teil. Im Business Plan erreichten wir Platz 46 von 52, bei Cost and Manufacturing Platz 34 und im Engineering Design Platz 46. In der Gesamtwertung belegten wir Platz 42 von 52 Teams.
Mit den Erkenntnissen aus Tschechien und den vorgenommenen Verbesserungen machten wir uns im August auf den Weg zum Hockenheimring, um an der Formula Student Germany teilzunehmen. Dort zahlte sich die Arbeit an der Mechanik aus: Das Mechanical Scrutineering bestanden wir bereits beim ersten Versuch. Beim Electrical Scrutineering traten jedoch erneut Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Akkumulator auf, die wir während des Events nicht vollständig beheben konnten.
Auch in den statischen Disziplinen blieben unsere Ergebnisse hinter den eigenen Erwartungen zurück. Im Business Plan erreichten wir Platz 73 von 79, bei Cost and Manufacturing Platz 57 und im Engineering Design Platz 69. In der Gesamtwertung belegten wir Platz 72 von 79 Teams.
Aufgrund der weiterhin bestehenden technischen Herausforderungen und ungeplanter Ressourcenengpässe entschieden wir uns bewusst dagegen, zum kurz darauf stattfindenden Formula Student Poland aufzubrechen. Stattdessen konzentrierten wir uns darauf, die offenen Punkte gemeinsam in Coburg aufzuarbeiten.
Die beiden Events haben uns deutlich gezeigt, dass wir nicht nur am Fahrzeug, sondern auch an unserer Arbeitsweise und der Vorbereitung der statischen Disziplinen ansetzen müssen. Deshalb wollen wir das Feedback aus Most und Hockenheim systematisch auswerten. Für jeden offenen Punkt sollen ein konkreter nächster Schritt, eine verantwortliche Person und ein Termin festgelegt werden. Regelmäßige Besprechungen sollen uns helfen, den Fortschritt zu überprüfen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und Aufgaben sinnvoll zu priorisieren.
Technisch hat zunächst die zuverlässige Funktion des Akkumulators und des Batterie-Management-System Priorität. Anschließend wollen wir die relevanten Fahrzeugsysteme testen und möglichst viele Fehler eliminieren. Parallel dazu werden wir die statischen Disziplinen früher und gründlicher vorbereiten: mit überarbeiteten Unterlagen, Probepräsentationen und Feedback zu unseren Konzepten und Vorträgen.
Die Ergebnisse dieser Saison sind nicht die, die wir uns erhofft hatten. Sie zeigen uns aber deutlich, was wir verbessern müssen. Unser Ziel ist es, den C-26e „Nebelparder“ zuverlässig fahrbereit zu machen und zugleich eine tragfähige Grundlage für die kom-menden elektrisch betriebenen Fahrzeuge von CAT-Racing zu schaffen. Durch diese Maßnahmen und eine gezieltere Vorbereitung werden wir in der nächsten Saison mit einem zuverlässigen Elektrofahrzeug und stärkeren Leistungen in allen Disziplinen an den Start gehen.









